Aktuelle Themen - Patronensammlervereinigung

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Aktuelle Themen

22.11.2017 Wieder verfügbar: Die Patrone 7,9 der Deutschen Wehrmacht 1930 - 1945
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13.09.2017 Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung nach § 40 Absatz 4 WaffG
Es kann die Ausnahmegenehmigung auch formlos beantragt werden. Bei Unklarheiten bitte ans BKA wenden.

Antrag als PDF Datei

Antrag als doc (Word) Datei

26.07.2017 Liebe Patronensammler!
Es ist geschafft, das BMI hat die zweite Änderung des Waffengesetzes im Eiltempo auf den Weg gebracht und verabschiedet. Es sind für uns Sammler wesentliche Veränderungen enthalten. Wir haben im Vorfeld versucht für uns vernünftige Regelungen zu erreichen und Stellungnahmen an das BMI den Innenausschuß und seine Mitglieder separat angeschrieben, dazu viele Mitglieder des Bundestags. In den Antworten einhellig „Die Feuerwaffen - Richtlinie der EU“ die umgesetzt werden muß. Wir haben vernünftige Vorschläge eingebracht, aber wen interessiert das. Dann wundert man sich, dass die Politikverdrossenheit immer stärker wird. Das BKA wird natürlich bei der Ausnahmegenehmigung auch alle Register ziehen, Genehmigungsdauer, Gebühren, Auflistung der „bösen“ Dinge und wehe es wird was übersehen. Es gibt ja große Sammlungen oder Museen bei denen es unmöglich ist alles aufzulisten. Ich würde mich freuen, wenn Sammler gegen die Genehmigung auch mal Widerspruch einlegen, man muß nicht mehr alles schlucken.
Für mich sind diese Politiker nicht mehr wählbar, man kann unbescholtene und loyale Bürger nicht so behandeln.
Wenn weitere Details bekannt sind werden, wir es in unserem Mittelungsblatt und im Internet bringen.

BMI Schreiben als PDF

08.05.2017 Unser diesjähriges Treffen in Aerzen war mit ca 200 Mitgliedern und 50 Gästen (Familienangehörige) gut besucht. Die Mitglieder fanden aus folgenden Ländern den Weg nach Aerzen: Norwegen, Dänemark, Großbritannien, Schweden, Slowakei, Tschechien, Schweiz, Österreich, Frankreich, Niederlande, Belgien. Ansonsten hatte Uta eine super Halle ausgesucht und die Veranstaltung war super entspannt.

Treffen in Aerzen 1 Treffen in Aerzen 2
Treffen in Aerzen 3 Treffen in Aerzen 4

31.10.2016: Gute Presse über unser Tagestreffen in Aerzen von der Regionalzeitung Dewezet: (zum ansehen in groß bitte Rechtsklick auf den jeweiligen Bericht "Ziel speichern unter" oder "Grafik anzeigen" um ihn sich größer ansehen zu können.)

02.06.2016: Neuigkeiten zu den kommenden Treffen: Das Tagestreffen ist am 29.10.2015 im Alten Forsthaus in Aerzen und das Treffen im April ist am 28. und 29.4. 2017 in der Hummetal-Sporthalle-Aerzen Tannenweg 14.

23.05.2012: Neueste Umfrage der Bild zum Thema "sollen Waffen in privaten Haushalten verboten werden?":
http://www.bild.de/news/inland/amoklauf/memmingen-amok-schueler-ballerte-mit-papas-waffen-um-sich-24285244.bild.htm


Anlässlich des Sammlertreffens in Hess. Oldendorf vom 3.-5.5.2012 erhielten wir auch in diesem Jahr wieder einen tollen Artikel in der DEWEZET. Mehr dazu hier:
http://www.dewezet.de/portal/lokales/aktuell-vor-ort/hessisch-oldendorf_Patronensammler-im-scharf-bewachten-Baxmann-Zentrum-_arid,426025. html


Auch hier lohnt es sich, mal kurz vorbei zu schauen und sich an der Abstimmung zu beteiligen. Wie immer: jede Stimme zählt.
https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=1222
Es dauert nur ein paar Sekunden, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zum Inhalt:
"Waffenrecht - Fakten statt Lügen - am 01.02.2012 um 22:21 Uhr von Dr. Sven Dahl erstellt
Ich würde mir eine anhand von Fakten und Tatsachen gesteuerte Diskussion über das völlig überzogene deutsche Waffen und Sprengstoffrecht wünschen anstatt der zur Zeit üblichen von linken Ideologien gesteuerten Diffamierungskampagnen. Als Sportschütze wird man von gewissen politischen Kreisen automatisch in die rechte Ecke abgeschoben und als potentieller Amokläufer verunglimpft - die sachlichen Fakten zeigen aber ein ganz anderes Bild."
UND
https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=5502
"Wiederherstellung des uneingeschränkten Art. 13 GG für Waffenbesitzer - am 06.02.2012 um 17:41 Uhr von Frank Lingen erstellt
Sehr geehrter Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Damen und Herren Politiker, als legaler, rechtstreuer Waffenbesitzer und Bürger dieses Landes rege ich an, den für die Gruppe der legalen Waffenbesitzer in Deutschland seit der letzten Novellierung des Waffengesetzes nicht mehr uneingeschränkt gültigen Grundsatz der Unverletzlichkeit der Wohnung aus Artikel 13 GG wieder uneingeschränkt herzustellen. Es kann nicht sein, daß für uns legale Waffenbesitzer in diesem Land NICHT uneingeschränkt Gültigkeit hat, was für jeden anderen Bürger dieses Landes und sogar Verbrecher wie Schwerkriminelle, Kinderschänder, Räuber, Mörder und Diebe etc. gilt.

Für jeden normalen Bürger oder auch Verbrecher benötigt die Staatsanwaltschaft einen richterlichen Beschluss für das Betreten oder das Durchsuchen einer Räumlichkeit, der legale Waffenbesitzer jedoch, der seine Waffen ordnungsgemäß verwahrt, muss zu jeder Zeit "verdachtsunabhängige" Kontrollen in seiner Wohnung zulassen.

Dies entspricht keinesfalls meiner Auffassung des Gleichheitsgrundsatzes und den Absichten der Verfasser unseres Grundgesetzes."


Offensichtlich ist die Frage nicht, ob man uns nicht in Ruhe lassen kann, sondern warum man es nicht will. Jetzt sollen Waffenbesitzer in Bremen durch eine Steuer "bestraft" werden. Trotz richterlicher Entscheidungen in anderen Bundesländern und Gutachten möchte man in der Hansestadt nicht davon abweichen.
Dagegen wurde eine weitere E-Petition eingereicht, deren genauer Wortlaut weiter unten folgt. Ich bitte auch hier um möglichst breite Unterstützung. Übrigens, man muss nicht aus Bremen sein, um sich an der Abstimmung zu beteiligen!!!
Bitte beachten Sie, dass eine Stimmabgabe nur
bis zum 23.03.2012 möglich ist.
Link zur Petition:
https://petition.bremische-buergerschaft.de/index.php?n=petitionsdetails&s=1&c=date_insert&d=DESC&b=0&l=10&searchstring&pID=389
Wortlaut:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Bedauern habe ich vernommen das die SPD in Ihrer Bürgerschaft sich wohl auf Grund der leeren Haushaltskassen jetzt bei den Legalwaffenbesitzern um finanzielle Unterstützung bemüht.

Und dies in Form der geforderten "Waffensteuer" unter dem Vorwand zur öffentlichen Sicherheit beizutragen.

Dies ist aus folgenden Gründen abzulehnen.

1.Da es sich hierbei um eine gesetzeswidrige "Erdrosselungssteuer" handelt ist eine derartige Verordnung rechtlich nicht haltbar.
Konkret dahingehend weil es einer Kommune schlichtweg nicht gestattet ist durch die Auferlegung einer immensen Steuerlast auf ein bestimmtes Hab und Gut, die betreffenden Personen finanziell so unter Druck zu setzen auf Ihre Habe zu verzichten.

Beispiel überhöhte Hundesteuer: Ein Steuersatz für gefährliche Hunde, der sowohl seiner Höhe wegen als auch wegen des Belastungsunterschiedes zum Steuersatz für "normale" Hunde die Aufwandsbereitschaft der örtlichen Gemeinschaft signifikant verfehlt und damit die Erzielung von Einnahmen praktisch verhindert, ist als formenmissbräuchliche Abgabenregelung von der Besteuerungskompetenz des Art. 105 Abs. 2 a) GG nicht gedeckt.
Volltext: OVG-RHEINLAND-PFALZ - Urteil, 6 C 10308/05.OVG

Schon allein aus diesem Grund ist der Vorschlag der Bremer SPD abzulehnen.

Dies wäre der erste Schritt in eine Diktatur, in der alles was nicht gewünscht ist, derart besteuert wird das die Besitzer der Habe darauf verzichten müssen und es sich nur hochgestellte Persönlichkeiten leisten können ein bestimmtes Gut zu besitzen. Hier greift zudem der Gleichbehandlungsgrundsatz nachdem jedem die freie Entfaltung der Persönlichkeit zu ermöglichen ist, unabhängig seiner Herkunft, seines Standes oder Ranges.

Als nächstes könnten dann Hunde, Angelruten, Tennis und Golfschläger, Zweitwohnungen, Urlaubsreisen usw. derart hoch besteuert werden das sich nur noch wenige privilegierte Personen in diesem Land bestimmte Güter Leisten können.

Dies ist Abzulehnen.

2. Hier das Gutachten der Rechtswidrigkeit der geplanten und verworfenen Waffenbesteuerung.


Es ist eindeutig festzustellen das eine derartige Besteuerung aus den genanten Gründen rechtswidrig und ungesetzlich ist. Von der moralischen Verwerflichkeit eine bestimmte Bevölkerungsgruppe als Sicherheitsrisiko zu brandmarken ganz zu Schweigen.

Auch wenn ich als Nicht-Bremer von der geplanten Verordnung nicht betroffen wäre finde ich es mehr als Verwerflich und rechtlich unzulässig das hier die Besitzer eines bestimmten Gegenstandes unter dem Vorwand der öffentlichen Sicherheit zur Kasse gebeten werden um den Stadtsäckel zu füllen und/oder finanziell zur Aufgabe Ihres Besitzes gezwungen werden sollen.

Der gesamte Vorschlag ist abzulehnen.

mit freundlichen Grüssen aus Bayern

J. Bach"



Presseecho zum internationalen Patronensammlertreffen in Hess. Oldendorf vom 22.09. bis 24.09.2011
Der Bericht stammt aus der DEWEZET vom 27.09.2011:
http://www.dewezet.de/portal/startseite_Lieblinge-mit-durchschlagender-Wirkung-_arid,367461_print,1.html


Wichtige Information zum Thema Waffenkontrolle und Zuverlässigkeit! Unbedingt lesen, da hat das Gesetz einen bösen Stolperstein eingebaut bekommen!
http://waffenpflege.tetra-gun.de/archives/205
und hier in der Zusammenfassung:
Was eigentlich schon immer gesagt wurde, nämlich dass man die Waffenkontrolleure mit Hinweis auf die Unverletzlichkeit der Wohnung lt. Grundgesetz abweisen sollte, hat sich jetzt durch höchstrichterliche Rechtsprechung bestätigt: Wer die Kontrolleure in die Wohnung lässt, verliert u.U. seine Zuverlässigkeit.
Dieses Urteil des VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 03.08.2011, Az. 1 S 1391/11, zeigt diesen Sachverhalt in der Urteilsbegründung deutlich auf:
"Im Übrigen hat der Antragsteller den ihm noch unbekannten Beamten des Landratsamtes zu einem Zeitpunkt, zu dem die Waffen nicht sicher aufbewahrt waren, Zutritt zur Wohnung gewährt. Dies lässt ebenfalls auf ein mangelndes Problembewusstsein im Hinblick auf die sichere Aufbewahrung der Waffen schließen."
Man sollte den Kontrolleuren keinen Zutritt zu seinen Wohnräumen gewähren. Die Begründung der Regierung zur Änderung des Waffengesetzes ist hier eindeutig:
"Durch die Übernahme von § 36 Absatz 3 Satz 3 WaffG der geltenden Fassung wird klargestellt, dass Wohnräume gegen den Willen  nur zur Verhütung dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit  betreten werden dürfen."
Macht man sich dann auch strafbar, wenn man seine Waffen waffengesetzkonform im zertifizierten Schrank aufbewahrt hat und den Schrank im Beisein der Kontrolleure öffnet?
Es betrifft immer die Fälle freiwilligen Mitwirkens, um so in die Gesetzesfalle zu tappen, also dann, wenn man die Kontrolleure selbst einlässt. Erst durch seine Einwilligung zur Kontrolle hat sich der Waffenbesitzer in diese Situation gebracht. Der Richter hat dies auch verdeutlicht:
"Die Voraussetzungen des § 36 Abs. 3 Satz 3 WaffG mussten nicht beachtet werden, weil der Antragsteller wirksam in das Betreten der Wohnung eingewilligt hat. An einem Eingriff in das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung fehlt es, wenn das Betreten der Wohnung vom Willen des Berechtigten gedeckt ist. Weil Art. 13 GG das Selbstbestimmungsrecht des Wohnungsinhabers schützt, beseitigt eine gesetzlich erzwungene (z.B. durch Bußgeldandrohung im Fall der Weigerung) oder durch Täuschung oder Drohung staatlich herbeigeführte Zustimmung die grundrechtliche Relevanz des Eingriffs nicht (Hermes in Dreier, GG, 2. Aufl., Art. 13 Rn. 106 m.w.N.; vgl. allgemein zum sog. Grundrechtsverzicht Sachs, GG, 4. Aufl., vor Art. 1 Rn. 52 ff.). Die nach § 36 Abs. 3 Satz 2 WaffG erforderliche Einwilligung wird nicht gesetzlich erzwungen".
Durch das o.g. Gerichtsurteil wurde klargestellt, dass die Kontrolleure im Sinne des WaffG "Unberechtigte Personen" sind, wenn Waffen zwar korrekt gelagert werden, man die "Besucher" aber einlässt. Für die Zukunft bedeutet dies für jeden Waffenbesitzer, dass er zwangsläufig jeglichen Kontrollwunsch der Behörden nach § 36 Absatz 3 WaffG unter Hinweis auf § 36 Absatz 3 WaffG Satz 3 (Unverletzlichkeit der Wohnung) ablehnen muss, um sich nicht einen evtl. Verstoß gegen das Waffengesetz vorwerfen zu lassen. Das Recht ist dabei auf seiner Seite.


Warum sind wir Sammler so wichtig für unsere Gesellschaft? Diese Frage wird im unter dem nachfolgenden Link zu findenden Artikel eindrucksvoll beantwortet.
http://www.pro-legal.de/index.php/2011/06/11/vernichten-wir-unser-kulturelles-erbe


Artikel über die Patronensammlervereinigung e.V. im Visier Ausgabe 04.2010. Abbildung mit freundlicher Genehmigung von Visier.

Am 22.05.2010 erhaltene E-Mail zum Thema "Waffenlobby"
Hallo Schützenfreunde und Waidgenossen,

jetzt gibt es wirklich die Waffenlobby. Bisher war das eher eine abfällige Bezeichnung durch die Medien. Doch jetzt ist die Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz (FvLW) als offizielle Lobbyorganisation beim Deutschen Bundestag registriert.
http://forum.waffen-online.de/index.php?showtopic=399751

Damit hat sie etwas erreicht, was andere Verbände erst gar nicht versucht bzw. geschafft haben. Das politische Gewicht eine Lobbyorganisation ist natürlich abhängig von der Anzahl ihrer Mitglieder. Damit die FvLW auch ein politisches "Schwergewicht" wird, braucht sie auch viele Mitglieder. Jeder kann mit einem kleinen Beitrag von 12,00€ pro Jahr Fördermitglied bei der FvLW werden.
http://www.fvlw.de/fordermitglied/


Ihr/Sie dürfen diese Mail gerne an andere Waffenbesitzer weiterleiten.


Ein schönes und sonniges Pfingstwochenende wünscht

Erwin Meyer


Denkschrift zur Diskussion um die Verschärfung des Waffenrechts
von Prof. Dr. Volker Erb (Strafrecht und Strafprozessrecht/Universität Mainz)


Pressemitteilung der FvLW e.V.
Bernd Carstensen / Bund Deutscher Kriminalbeamter hat in einer am 18.11.2009 erschienen Pressemitteilung den privaten Waffenbesitz in Frage gestellt. Er stützte sich dazu auf das Ergebnis der landesweiten Überprüfungen zur Aufbewahrung von Waffen in Baden-Württemberg, wo laut dem zuständigen Innenminister, Heribert Rech, bei mehr als 50% der überprüften Haushalte Beanstandungen bezüglich der gesetzeskonformen Aufbewahrung festgestellt worden waren.
Was Carstensen und auch der Herausgeber dieser im ersten Moment alarmierenden Zahl geflissentlich verschweigen hat ist, dass es sich hier nicht um repräsentative Zahlen handelt.
Im Vorfeld der Überprüfungen wurden alle Besitzer registrierter Waffen angeschrieben und zu einer Selbstauskunft bezüglich der Aufbewahrung ihrer Waffen aufgefordert. Nur bei den Angeschriebenen, die entweder überhaupt nicht auf das Schreiben vom Amt reagierten, oder in deren Antworten bereits erhebliche Mängel bei der Aufbewahrung offensichtlich wurden, fanden auch Überprüfungen statt. Und nur bei dieser Personengruppe wurden die zahlenmäßig nun so plakativ vorgetragenen Verstöße festgestellt.
"Es ist unerhört und höchst bedenklich, wenn in der Öffentlichkeit mit solch fingierten Zahlenspielen ein völlig verzerrtes Bild der Realität gezeichnet wird. Wir möchten Niemandem etwas unterstellen, aber bei diesen Aussagen die hier im Raum stehen werden doch die grundlegenden Parameter schlicht "vergessen", empört sich Joachim Jäger / Fördervereinigung Legaler Waffenbesitzer e.V.
"Hier wird doch ganz offensiv der Eindruck vermittelt, dass über 50% aller Waffenbesitzer nicht ordnungsgemäß mit Ihren Waffen umgehen. Das ist schlicht unwahr."
"Wenn wir davon ausgehen, dass lediglich zwei Prozent aller Waffenbesitzer kontrolliert wurden, dann geht es hier um nur ein Prozent an Waffenbesitzern bei denen Beanstandungen festgestellt wurden. Und hierbei handelt es sich dann zudem noch um eine Personengruppe, bei der man von Anfang an davon ausgehen musste, dass Verstöße vorliegen. Das der prozentuale Anteil der Kontrollierten nicht genannt wurde, lässt tief blicken. Ein Schelm der Böses dabei denkt", so Jäger.
"Wir sind absolut für die Kontrollen der Aufbewahrung und begrüßen diese sehr", betonte Jäger weiterhin, "nur so können die schwarzen Schafe ausgemerzt werden. Bedauerlich ist allerdings, dass die Vorschriften zur Aufbewahrung bereits seit 2003 existent sind, aber erst jetzt mit den Kontrollen begonnen wird."
Das Kompetenzteam der FvLW e. V.
i.A. Joachim Jäger

Kehrtwendung (von Gregor Wensing)
Das WaffG muss unbedingt schleunigst behutsam liberalisiert werden: schleunigst, um weitere pathologische Entwicklungen in unserer Gesellschaft zu vermeiden bzw. die eingetretenen möglichst umzukehren aber behutsam, damit nicht unkontrollierbare Effekte eintreten.
Wir haben nämlich nicht das gesellschaftliche Problem der Verfügbarkeit von Schusswaffen sondern das gesellschaftliche Problem des Umgangs mit der Verfügbarkeit von Schusswaffen. Wer vermag denn noch unbefangen zu sein und klar zu denken angesichts der Tatsache, dass es eine beträchtliche Anzahl an Mitbürgern gibt, die legal Waffen besitzen? Fällt bei einer Diskussion das Wort "Legaler Waffenbesitz" ist festzustellen, dass sich bei (allzu) Vielen ein "Tunnelblick" einstellt und die Emotionen überwiegen. Diese aber lassen sich weder durch Daten noch durch Fakten beherrschen...
Es ist bezeichnend für die psychische Situation, dass sich manche Bürger zwar vor dem legalen Waffenbesitzer ängstigen - aber keinerlei Bedenken haben, ein Auto, ein Fahrrad, ein Motorrad zu besteigen oder gar als Fußgänger die Straße zu überqueren. Setzt man das Risiko, durch eine legal besessene Schusswaffe (hier: auch Dienstwaffen der Polizei, etc., sowie Legalwaffen, die gestohlen wurden) zu sterben gleich "1", so ist das Risiko, durch kriminelle Gewalt jedweder Art (nicht: Partnerschaftskonflikte!) umzukommen lt. WEISSER RING 110 Mal so hoch. Und das Risiko, im Straßenverkehr ums Leben zu kommen, beträgt auch nur gerade einmal das 1000fache wie durch eine legale Schusswaffe ...
Durch die Gesetzgebung der vergangenen rund 40 Jahre ist der Waffenbesitz - legal wie illegal - zu einem Phänomen geworden, mit dem rational umzugehen immer weniger Menschen die Fähigkeit haben. So erlitt beispielsweise eine Schulleiterin in Köln vor rund 5 Jahren einen Nervenzusammenbruch, weil ein Schüler mit einem Feuerzeug in Pistolenform auf sie gedeutet hatte. In den 60er und 70er Jahren, als die Menschen trotz des nicht lange zurückliegenden Krieges noch ein unverkrampftes Verhältnis zu diesen Gegenständen besaßen, hätte ein derartiges Schülerverhalten eine schallende Ohrfeige zur Folge gehabt - und keine Psychotherapie für die "bedrohte" Lehrerin. Die Täterin von St. Augustin trug eine Schreckschusspistole bei sich; diese von ihrer Funktion her lediglich als Defensivmittel zu gebrauchende Waffe hätte in unserer waffenhysterischen Gegenwart sicherlich ausgereicht, potenzielle Verhinderer ihrer Tat in Schach zu halten - was aber wäre in den 60er Jahren geschehen, als man noch gewohnt war, auch beim Anblick einer Schusswaffe nicht starr vor Schreck/Entsetzen/Angst/Panik zu sein?
Es sei an das Attentat in Köln-Volkhoven von 1964 erinnert, wo ein psychisch gestörter Mann mit einem selbstgebastelten Flammenwerfer und einer ebensolchen Lanze 10 Menschen tötete und 40 z.T. schwer verletzte. Gestoppt wurde er von einem Kleingärtner, der ihn mit seinem Flobert-Gewehr anschoss und somit sicherlich einigen Kindern und Lehrern das Leben rettete (diese Aktion wurde später in einen "Schuss eines Kriminalbeamten" umfirmiert). Heute gäbe es keinen Retter mehr.
Damals durfte man Langwaffen und jede Art von Munition erwerben und Weltkriegs-Überbleibsel fanden sich in nahezu jedem Haushalt - dennoch griff der Attentäter lieber zu "seinen" Waffen.
Aktuell wird derzeit in NRW diskutiert, ob Schießstände auf Schulgelände bleiben dürfen: Da haben sich manchmal schon vor vier Jahrzehnten Vereine unbenutzte und im Regelfall fensterlose Räume zu Luftgewehr-Schießständen umgebaut und sind jahrzehntelang abends ihrem Hobby nachgegangen, ohne dass irgendjemand davon überhaupt Notiz nahm. Nun vermuten offensichtlich Einige, dass die Aura des Schießens wohl durch Mauern hindurch von Schulkindern Besitz ergreifen könnte, von denen Tausende ebenso offensichtlich jahrelang ohne Schaden zu nehmen neben oder über Schießständen unterrichtet worden sind - finsterer Aberglaube! In ihrem Irrglauben sind diese Personen zudem nicht anzuerkennen in der Lage, dass alle diesbezüglichen Studien und Beobachtungen immer nur eine positive Wirkung des Sportschießens auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene gezeigt haben.
Unsere Gesellschaft hat unzweifelhaft ein pathologisches Verhältnis zu Schusswaffen entwickelt, welches dem Nimbus geschuldet ist, der diesen durch immer strengere Gesetze verschafft worden ist. Die Gesetzesspirale hat Schusswaffen einen Mythos und eine Überhöhung beschert, dem weite Kreise der Bevölkerung erliegen. Mit Ausnahme der Sportschützen, Jäger und Sammler kann heutzutage kaum noch jemand emotional unbefangen mit Schusswaffen umgehen - paradoxerweise sind dabei die Gruppierungen am wenigsten der Faszination erlegen, gegen die sich das WaffG im Eigentlichen richtet.
Eine weitere Verschärfung des Waffengesetzes muss diese bedenkliche Entwicklung erheblich akzelerieren: Kronzeuge ist die Situation in England, wo vor 1997 Schusswaffen lediglich von disziplinierten Sportschützen, konservativen Jägern oder langweiligen Sammlern besessen wurden. Mit wem aus dieser Gruppe wollte wohl ein kerniger Möchtegernkrimineller verwechselt werden? Heute aber ist man auf der Insel "wer", wenn man eine Schusswaffen besitzt - mit all den schrecklichen Folgen, welche allgemein bekannt sind: Dem englischen Waffengesetz sei’s gedankt!
Bevor die Gesetzeslawine außer Kontrolle geraten ist, gab es auch in Deutschland das Phänomen der Schulmassaker mit Schusswaffen gar nicht...!
Was wir daher dringend brauchen ist eine Initiative, welche dafür sorgt, dass Schusswaffen wieder zu gesellschaftsrelevanten Gegenständen werden, welche zwar nicht jeder hat, deren Besitzer durch sie aber keine exponierte Stellung erhält - so wie Autos, Alkohol, Eigenheime oder Flugzeuge* -, eine Initiative, die dafür sorgt, dass Schusswaffen eben nicht das Besondere, das Mystische, das Begehrenswerte sind, zu dem sie unsere Gesetzgebung gemacht hat, eine Initiative, die alle wieder auf den Boden zurückholt. Wir müssen die Waffen schleunigst von dem Thron stoßen, auf den sie eine restriktive Gesetzgebung und deren Protagonisten gehoben haben. Dann nämlich können auch die Nicht-Waffenbesitzer wieder der Realität ins Auge sehen.
Was wir nicht brauchen sind Initiativen, die - vielleicht sogar in guter Absicht - diese Überhöhung noch weiter zementieren.
Das geradezu manische Festhalten an der Idee, man müsse nur ausreichend viele bürgerliche Freiheiten abbauen, um Sicherheit für alle zu erreichen, hat seinen Effekt bereits gehabt: Emsdetten, Erfurt, Winnenden ...
Wir brauchen wieder das unverkrampfte Verhältnis der 60er Jahre, als es noch hieß: "Du bist Sportschütze? Prima, viel Spaß - ich gehe Kegeln!". Oder: "Du sammelst Waffen - interessant! Ich sammle Briefmarken - nicht minder spannend."
Der weise Konfuzius soll einmal gesagt haben, dass es drei Wege gäbe, um weise zu werden. Der erste ist der des Nachdenkens - das ist der edelste. Der zweite folgt dem Weg des Nachahmens - das ist der einfachste. Der dritte aber ist der der Erfahrung - und das ist der bitterste. Warum nur sind so wenige in unserer Republik bereit/befähigt, den ersten Weg zu gehen? Müssen wir unbedingt "England" wiederholen?
* Wer nun einwendet, dass Autos, etc. nicht zum Töten gemacht wurden, zeigt nur, dass auch er der Faszination der "Waffe" - negativ - erlegen ist und nicht mehr folgerichtig denken kann. Gegenstände machen nur was, was ich will, gleich, wie ihre eigentliche Zweckbestimmung auch immer ausgesehen haben mag.


Es wird in letzter Zeit immer davon geredet, dass "Meinungsumfragen" ergeben hätten, eine Mehrzahl der Bundesbürger wäre für eine Verschärfung des Waffenrechtes.
Gerne erfahren wir, welches diese Umfragen sind, respektive waren. Nachfolgend finden Sie ein paar Umfragen, deren Ergebnisse einen ganz anderen Schluss zulassen.


Vielen Dank für die Zusammenfassung an Gregor Wensing

Radio meinantenne1

Die Baden-Württemberg Frage:
Der Chef der Deutschen Friedensgesellschaft Monty Schädel hat sich strikt gegen den Privatbesitz von Schusswaffen ausgesprochen.

Sollen Schusswaffen für Privatpersonen generell verboten werden?

JA 18.99%
NEIN 81.01%

T-Online

Halten Sie eine Verschärfung des Waffenrechts für die richtige Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden?

Es haben 6412 Besucher abgestimmt

Ja 22.1% (1418 Stimmen)
Nein 77.5% (4968 Stimmen) Weiß nicht 0.4% (26 Stimmen)

Frankenpost Hof

Ergebnis der Umfrage (insgesamt 772 Stimmen)
Nach dem Amoklauf (Anm.: in Winnenden) :

Wird jetzt überreagiert?

64,89% Ja, man kann doch nicht alles ernst nehmen.

35,11% Nein, nur so kann man den nächsten vielleicht verhindern.

Umfrage T-Online 08.05.09

Finden Sie es in Ordnung, Spiele wie Paintball oder Laserdom zu verbieten?

Es haben 6566 Besucher abgestimmt

Ja 15,7% (1031 Stimmen)
Nein 83,3 % (5470 Stimmen) Dazu habe ich keine Meinung. 1% (65 Stimmen)

Umfrage 7. Mai 2009, 15:56 Uhr WELT-ONLINE

Halten Sie ein Verbot für Jagdspiele wie Paintball und Laserdrome für sinnvoll zur Verhinderung von Amokläufen?

Ja, die Idee ist gut 7%
Nein, das wird nichts bringen 93%

9353 abgegebene Stimmen

Umfrage WELT-ONLINE 19. März 2009, 15:19 Uhr

Glauben Sie, dass ein schärferes Waffenrecht Amokläufe verhindern kann?

Ja 41%
Nein 59%

46866 abgegebene Stimmen


Wird die freiheitlich-demokratische Ordnung der Bundesrepublik Deutschland durch Reaktionen auf die Bluttat von Winnenden gefährdet?

Nachfolgend wird der Versuch unternommen, die Problematik des legalen Waffenbesitzes aus einem bisher eher wenig beachteten Blickwinkel zu betrachten.
Einleitung und Überblick
Nach einem solchem Ereignis wie "Winnenden" ist es sicherlich verlockend, erneut Verschärfungen des Waffengesetzes zu fordern - steht man damit doch in Einklang mit der Boulevardpresse und lenkt vor allem davon ab, dass die Verschärfungen der vergangenen 37 Jahre "Winnenden" und andere Schreckenstaten nicht nur nicht verhindert, sondern möglicherweise sogar herbeigeführt haben.
Das Waffengesetz ist von alters her eine der Nagelproben der Demokratie: Wo sonst zeigt sich besser das Vertrauen, welches die Regierenden in die Regierten setzen? Demzufolge trachteten Diktaturen, totalitäre Regime - aber auch Besetzungsmächte - immer danach, ihre Untertanen waffen- und damit wehrlos zu machen und zu halten und es dauerte jeweils nie lange, bis Presse- und Meinungsfreiheit sowie freie Wahlen ebenfalls der Vergangenheit angehörten. Es war dagegen immer Kennzeichen (westlicher) Demokratien, ihren Bürgern (die nicht "Untertanen" sind) den Legalbesitz von (Schuss-)waffen zu gestatten. Diese Erfahrung war seinerzeit für die US-Amerikaner Anlass, bei der Formulierung ihrer "Constitution" das Recht auf Waffenbesitz in die Verfassung aufzunehmen.
Es ist unerlässlich für das Funktionieren eines jeden Staatswesens, dass sich die gesellschaftlich relevanten Gruppierungen gegenseitig stützen - wie dieses System auch immer aussehen mag. Kultur, Politik, bürgerliche Gruppierungen, Presse, Behörden aber auch Religionsgemeinschaften ziehen/zogen an einem Strang und garantier(t)en damit die Stabilität gegenüber inneren und äußeren Feinden. Auch unsere Demokratie funktioniert(e) nach diesem Muster.
Wenn nun aber die gesellschaftlich relevanten Gruppierungen diese gegenseitige Stützung aufkündigen, ist das Ganze in seiner Stabilität gefährdet.
Jahrzehntelang war das Recht auf legalen Waffenbesitz im Wertesystem der demokratischen Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland verankert - im Gegensatz zur Situation in der Sowjetischen Besatzungszone resp. der DDR, wo die herrschende Ideologie sogar die Zerstörung von Antiquitäten in Museen verlangte.
*
Schauen wir auf die chronologische Abfolge:
Nachdem in den mittleren und späten 60er Jahren des 20. Jahrhunderts im Deutschen Bundestag Vorstöße zu einer Verschärfung des Bundeswaffengesetzes ergebnislos gewesen waren - es mangelte einfach an nachvollziehbaren Begründungen, die über das Stadium des (Irr-)Glaubens hinausgingen - war dann Anfang der 70er mit dem Terrorismus ("Bader-Meinhof-Bande", "Anarchisten", "APO", "RAF") ein Aufhänger gefunden, das Waffenrecht zu revidieren.
Unser Staat sah sich daher gefordert, einer neuen Art der Kriminalität entgegenzutreten: der politisch motivierten Gewalt mit dem Hintergrund einer linken Ideologie.
1972 wurde dann eine erhebliche Verschärfung des Waffenrechtes durchgebracht, gleichwohl die Verbände der legalen Waffenbesitzer (seinerzeit im Wesentlichen "Kuratorium zu Förderung historischer Waffensammlungen", "DSB", "Jagdschutzverband" und "VdW") darauf hingewiesen hatten, dass die nunmehr vom Gesetz erfassten Gegenstände bei Terroristen gar nicht gefragt waren.
Diese Verbände hatten damals nicht Fantasie genug, die Entwicklung vorauszusehen, welche durch die waffengesetzlichen Änderungen losgetreten wurde. Zu sehr hatten sie den damaligen Politikern vertraut, welche die Verbände damit beruhigten, dass das Bundeswaffengesetz nur gegen den Störer der öffentlichen Ordnung und der inneren Sicherheit gerichtet sei und dass der Sammler, Schütze und Jäger keineswegs Ziel waffenrechtlicher Änderungen wäre und er weiterhin seinem Hobby nachgehen könne.
In der Zeit nach 1972 konnte man aber feststellen, dass das angestrebte (vorgeschobene?) Ziel durch die Verschärfung des Waffenrechtes nicht erreicht wurde; demzufolge sahen die Verantwortlichen Änderungsbedarf in Form von zahlreichen Verordnungen zum Waffengesetz. Über diese fanden technische Feinheiten und Spezialregelungen Einzug. Damit aber war eine Lawine losgetreten und eine Richtung vorgegeben: In den folgenden Jahren wurden immer wieder neue Entwürfe zum Waffengesetz vorgelegt wie auch Änderungen vorgenommen, die jeweils mit "Verschärfungen" zu beschreiben sind. Bezeichnend war und ist, dass in der Diskussionen um waffengesetzliche Regelungen selten Sachargumente im Vordergrund standen; eher dagegen wurden tragische Ereignisse wie nunmehr "Winnenden" missbraucht, um Gesetzesverschärfungen durchzusetzen, für welche es außerhalb dieser jeweiligen emotionsgeladenen Situation keine Mehrheit gegeben hätte.
Erhöhung der inneren Sicherheit?
Wem fällt es eigentlich auf, dass parallel zu den regelmäßigen Verschärfungen des Waffenrechts eine Eskalation der Gewalt in der Gesellschaft beklagt wird? Wer gesteht ein, dass eine zunehmende Brutalität zu erkennen ist? Wer hat schon einmal darüber nachgedacht, dass sich bei uns in Deutschland Schulmassaker erst in den Jahren nach den vielen Waffenrechtsverschärfungen ereignet haben?
Will man denen Glauben schenken, die das Heil der Welt in einer Verminderung des legalen Waffenbesitzes sehen, dann hätte man vor 1972 - als noch das moderate 1. Waffengesetz der noch jungen Bundesrepublik Deutschland galt - seines Lebens nicht sicher sein dürfen. Dann würden wir heute dagegen ohne Angst in die dunkelsten Ecken unserer Großstädte gehen können und würden Amokläufe nur noch aus dem Geschichtsunterricht kennen, wenn die Zeit vor dem Wendepunkt im Jahre 1972 behandelt wird, in dem die Weichen für ein friedliches Zusammenleben gestellt wurden.
Es wären dazu noch heute in waffenrechtlich liberalen Ländern Mord und Totschlag auf der Tagesordnung - und in England z.B. hätte es nach der Entwaffnung der Bürger keinen Anstieg der (Schusswaffen-)Kriminalität geben dürfen.
Das genaue Gegenteil aber ist der Fall (1).
Die sich immer schneller drehende Spirale der waffenrechtlichen Verschärfungen konnte weder "Emsdetten" noch "Erfurt" noch "Winnenden" verhindern... Ausweislich einer Inflation an Verschärfungen (manchmal verharmlosend als "Präzisierung" beschrieben...) stehen die Protagonisten dieser Entwicklung vor einem Scherbenhaufen.
In die Zeitspanne (hier: die letzten fast vier Jahrzehnten), in welcher permanente Verschärfungen des Bundeswaffenrechtes vorgenommen wurden, fällt das Nachlassen der Identifizierung weiter Kreise der Bevölkerung mit unserem Staat ("Staatsverdrossenheit"). Liegt es auch daran, dass ausweislich des Waffengesetzes unser Staat den Bürgern am wenigsten Vertrauen zu schenken bereit ist, welche sich durch ganz besondere Gesetzestreue auszeichnen?
Wer aber die Mündigkeit der Bürger in Frage stellt, traut der Demokratie nicht. Und ist damit selber ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko für den demokratischen Staat (6).
Verschiebung der Gewichtung
Die Gesetzeslage hat mittlerweile dazu geführt, dass Waffen nicht länger Gegenstände des Alltags sind. Ein erschwerten Zugang zu ihnen hat Schuss-, aber auch anderen Waffen eine Überhöhung und einen Nimbus verschafft, welche(r) bei Vielen einen rationalen Umgang mit ihnen verhindert - und zwar nicht allein in bestimmten Kreisen der Bevölkerung, sondern auch in Teilen der Presse, der Politik und der Verwaltung.
Gewiss: Der legale Waffenbesitz und der wehrhafte Bürger stellen ein Risiko dar - allerdings ein kalkulierbar kleines für die öffentliche Ordnung und die innere Sicherheit, steht doch der legale Waffenbesitzer bereits per definitionem im Einklang mit den geltenden gesellschaftlichen Regeln. Folgerichtig wird auch seitens der maßgeblichen Behörden durchaus anerkannt, dass der legale Waffenbesitz für unsere Gesellschaft eigentlich kein Problem darstellt (2):
"Hervorzuheben ist, dass bei Raub, Nötigung und räuberischer Erpressung etc. Legalwaffen gar nicht verwendet werden", wie auch "die Verwahrung und der Umgang mit legal erworbenen Schusswaffen kriminalpolitisch nicht relevant" ist. "Der private Waffenbesitz ist aus polizeilicher Sicht, das haben wir schon öfter gehört, überhaupt nicht das Problem" (2).
Man sieht also das Gefahrenpotential im illegalen Bereich, zumal Straftaten mit Waffen im gesamten Bundesgebiet seit 2005 sowieso rückläufig (5) und Legalwaffen an diesen Delikten stets nur marginal beteiligt sind. Damit sind die Handlungserfordernisse bereits erfüllt (5).
Dieses für unsere Gesellschaft hinzunehmende weil kalkulierbare Risiko zu vermindern, nützt in erster Linie daher dem Gewalttäter (vgl. "England" - hier ist nach der großen Enteignungsaktion 1997 die Schusswaffenkriminalität im Jahre 2007 auf das Vierfache von 1997 angestiegen (1)) - und natürlich auch Personen/Gruppierungen, die die Wahrnehmung von Artikel 20 GG: "(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das lt Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist" fürchten könnten ... (3).
In einer von demokratischen Idealen geprägten Gesellschaft stehen Einzelinteressen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Im Gleichgewicht der Waagschalen, in denen auf der einen Seite Werte wie "Rechtsstaatlichkeit" oder "persönliche Freiheit" und auf der anderen "innere Sicherheit" ruhen, muss ein Ausgleich zwischen diesen Gewichtungen gefunden werden, um dieses fragile Gleichgewicht nicht zu stören. Die bisherige Überbetonung der "inneren Sicherheit", welcher sich wohl alles Denken und Handeln unterordnen muss, hat die Gewichtungen verschoben und damit die Balance gestört. Es ist illusorisch, durch eine noch stärkere Beachtung dieser Seite die Waage wieder ins Gleichgewicht bringen zu können, zumal der einzige als praktikabel gewähnte Hebel - Gesetzesverschärfungen - bei der Bevölkerungsgruppe ansetzt, die auch bei entsprechenden Tests "in den meisten Persönlichkeitsdimensionen (u. a. Depressivität, Lebenszufriedenheit, Aggressivität, Gewissenhaftigkeit, Werteausrichtung) sogar bessere Werte erzielte" als eine Vergleichsgruppe von nicht-waffenbesitzenden Bürgern (2).
Ist es verwunderlich, dass Schulen regelmäßig Tatorte für Amokläufe sind, wo die Täter, die ja im Grunde ihres Herzens erbärmliche Feiglinge sind, mit Sicherheit wehrlose Opfer und keine wehrhaften Gegner (z.B. Polizeibeamte oder Wachpersonal) finden? Ist es verwunderlich, dass die letzten US-amerikanischen Amokläufe an Colleges stattgefunden haben, die man zuvor als "waffenfreie Zone" gefeiert hatte und wo die Täter daher ebenfalls keinen Widerstand befürchten mussten? Diesen war sicherlich gut bekannt, dass ein paar andere Gewalttaten an Colleges im Keim erstickt wurden, weil die Amokläufer auf bewaffnete und daher zum Widerstand befähigte Kommilitonen bzw. Lehrkräfte gestoßen waren. Offensichtlich sind "waffenfreie Zonen... die gefährlichsten Plätze auf Gottes Erdboden" (8).
Die permanenten Verschärfungen des Waffengesetzes haben faktisch nur erreicht, dass das Vertrauen der Bürger in diesen Staat und seine Organe kontinuierlich schwindet. Und sie haben bewirkt, dass Waffenbesitz - legal wie illegal - etwas Außergewöhnliches darstellt. Vor 1972 gab es in nahezu jedem Haushalt irgendeine Schusswaffe - vom Luftgewehr über die beliebten "Flobert" bis hin zu Weltkriegswaffen. Der Jugendliche wuchs damit auf: Es war nichts Besonderes.
Heute haftet Waffen und ihren Besitzern oftmals etwas Mystisches an - und schafft im Legalbereich Privilegien, die gern verteidigt werden (Warum z.B. bestehen die Polizeigewerkschaften darauf, dass nur Polizeibeamte Waffen führen dürfen?). Im Illegalbereich dagegen sind Schusswaffen mittlerweile zu Statussymbolen geworden.
In Fernsehprogrammzeitschriften findet man heutzutage kaum noch eine einzige Seite, auf der nicht in mindestens einem Bild zur Ankündigung eines Films ein Protagonist mit einer Schusswaffe herumfuchtelt...
Werden damit nicht die falschen Vorbilder für die junge Generation geschaffen (9)?
Das Fatale ist, dass sich nach einer Enteignung der Bürger und Beseitigung des legalen Waffenbesitzes die Situation noch weiter verschlechtert. Die Beispiele "England", "Australien", "Neuseeland" und sogar "Schweiz" zeigen, wie förderlich sich doch eine Verschärfung des Waffengesetzes auf die Kriminalität auswirkt (1). Es ist nämlich eine (lebens-)gefährliche Variante eines falsch verstandenen Pazifismus, die Verteidigung zu stigmatisieren und dadurch zu lähmen, ohne die Aggression beseitigen zu können. Man bekämpft nicht die Aktion dadurch, dass man die Reaktion verhindert.
Man muss es als geradezu absurd bezeichnen, dass parallel zu den regelmäßigen Verschärfungen im Waffenrecht ebenso regelmäßig beklagt wird, dass es heutzutage immer weniger Fälle von "Zivilcourage" gäbe. Es zeigt eine Inkongruenz im Denken, wenn dieses Bedauern von Stellen geäußert wird, die ansonsten nicht müde werden, einerseits den wehrlosen Bürger zu fordern, auf der anderen Seite aber Notwehr und Nothilfe (§ 32 StGB und § 227 BGB) als Angriff auf das "Gewaltmonopol des Staates" werten.
Vom "Weißen Ring" war vor geraumer Zeit zu erfahren, dass alljährlich rund 450 Bundesbürger durch kriminelle Handlungen ums Leben kommen (und etwa 40.000 verletzt werden); man stelle sich einmal vor, unser Staat hätte nur einem Drittel davon die Möglichkeit geboten, sich zur Wehr zu setzen...
Eine äußerst interessante Beobachtung macht man in den US-amerikanischen Staaten, die der reichlich vorhandenen Datenlage Rechnung getragen und in Umsetzung der hieraus gezogenen Erkenntnissen ihre Waffengesetze liberalisiert haben: Die Folge war ein z. T. dramatischer Rückgang von Gewaltdelikten (um bis zu 84 %) und von Todesopfern ( um bis zu 90 %) (7).
Und auch das bereits angesprochene "Modell England" - neben anderen Beispielen der jüngeren Geschichte - hat mehr als deutlich belegt, dass die Formel "weniger legale Schusswaffen = weniger Gewalt in der Gesellschaft" nicht aufgeht.
Es ist zwar absolut zutreffend, dass eine Einziehung und nachfolgende Vernichtung sämtlicher Waffen aus privaten Sammlungen bzw. Museen zur Folge hat, dass mit diesen kein Schaden mehr angerichtet werden kann. Gleichzeitig aber entäußert sich die Gesellschaft durch eine derartige Tat eines wichtigen Teiles des kulturellen Erbes und betreibt damit vorsätzlich den Verlust des historischen Gedächtnisses, welches existenziell auf die gegenständliche Verankerung angewiesen ist. Das Wort "Nicht Waffen töten, sondern der Mensch, welcher dahinter steht" ist erfreulicherweise nun doch schon breiter bekannt; Wirkung hat es aber bisher nicht gezeigt, da alle angedachten Lösungswege in Form von Aufbewahrungs- und Blockierungsvorschriften, Kaliber- oder Mengenbegrenzungen, etc. bis hin zur Enteignung und Vernichtung immer nur an der "Waffe" ansetz(t)en, die für sich genommen doch wertneutral ist.
Dem oft gehörten Wort "Und wenn nur ein einziger Todesfall durch restriktive gesetzgeberische Maßnahmen verhindert wird, dann sind diese gerechtfertigt" muss daher unbedingt der Nachsatz angehängt werden, "Selbst, wenn diese Maßnahmen in der Folge eine Vielzahl von Menschenleben kosten werden".
Wer aber will sich dann noch ruhigen Gewissens mit dieser Forderung identifizieren...?
Wenn ein Wirtschaftsbetrieb über mehr als 35 Jahre regelmäßig feststellen muss, dass seine Unternehmensphilosophie nicht greift, dann wird eine Analyse fällig, welche den Denkfehler aufzeigen sollte. Wenn nicht, dann geht das Wirtschaftsunternehmen zugrunde.
Es ist daher so langsam an der Zeit, einmal eine emotionsfreie Bestandsaufnahme zu machen, um die Frage zu beantworten, ob man tatsächlich angesichts steigender Gewalt weiterhin den offensichtlich ineffektiven Weg des Abbaus bürgerlicher Rechte beschreiten darf. Das Waffenrecht nämlich ist seit 1972 von einem Instrument zur Kontrolle des legalen Waffenbesitzes zu einem Konstrukt lediglich zur Verhinderung des Legalbesitzes von Schusswaffen - und damit des Abbaus bürgerlicher Rechte - degeneriert.
Privilegien oder Grundrechte ?
In verschiedenen Behörden in der BRD hat sich mittlerweile vielfach ein geradezu missionarisches Sendungsbewusstsein ausgebildet, verwaltet man doch einen Bereich des täglichen Lebens, von dem man den Eindruck gewinnen mag, dass das Wohl und Wehe des Abendlandes davon abhängt. So überschlagen sich Angehörige der Verwaltungen resp. der gesetzformulierenden Gremien, neue Erschwernisse zu ersinnen, die offensichtlich allesamt dem Schutz der durch den gesetzestreuen Bürger ach so gefährdeten "inneren Sicherheit" dienlich sind. Der Bürger gewinnt ständig mehr den Eindruck, dass ihm mit der Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis eine Gnade erteilt wird, und nicht, dass lediglich gesetzlich verankerte Rechte umgesetzt werden.
Diese Überbewertung der Möglichkeiten, welche ein Ordnungsrecht überhaupt bieten, hat in den Behörden zu einer gefährlichen Überschätzung der eigenen Wichtigkeit geführt. Beides wiederum ist unselige Folge einer Politik, welcher offensichtlich nichts anderes einfällt, als über Verschärfungen im Waffenrecht zu versuchen, sozialpolitische Probleme zu lösen (3).
In einem freiheitlichen System sollten nur diese beiden Fragen - und zwar genau in dieser Reihenfolge - gestellt und beantwortet werden:
1) Welche Freiheiten kann der Bürger maximal in Anspruch nehmen ohne die Freiheiten andere einzuschränken und
2) wie wird sichergestellt, dass diese Freiheiten nicht missbraucht werden?
Es versteht sich von selber, dass sich der betroffene Bürger gerade bei der Umsetzung von 2) in die Pflicht genommen sieht, solange er sich noch mit dem Staatswesen identifizieren kann.
Gegenwärtig gewinnt man jedoch den Eindruck, dass die Maxime eher lautet:
1) Welche Minimalrechte muss man dem Bürger notgedrungen gewähren und
2) an welche Auflagen kann das noch geknüpft werden?
Es darf dabei keinesfalls übersehen werden, dass es sich für die Behörden nicht einfach darstellt, Regelungen für das Zusammenleben der Menschen zu finden, welche einerseits möglichst effizient und andererseits möglichst wenig eingreifend sind. Um den Hebel aber nicht weiterhin am falschen Ende anzusetzen, ist die Einbindung der betroffenen Verbände in Gesetzesvorhaben unabdingbar, und zwar in Form partnerschaftlicher Bemühungen um die Lösung von drängenden Problemen, die uns alle betreffen, und nicht in der bisher praktizierten Form, in der fertig gestellte Gesetzesentwürfe präsentiert werden und die Betroffenen lediglich die Perspektive haben, eventuell an Marginalien noch etwas verändern zu können. Mit der bisherigen Praxis des obrigkeitsstaatlichen Verfügens leistet man dem demokratischen Staat wahrlich keinen Dienst.
Die allermeisten Passagen des Waffenrechtes betreffen interessanterweise die eigentliche Zielgruppe - Störer der öffentlichen Ordnung - überhaupt nicht, ganz abgesehen davon, dass sich diese Gruppe sowieso nicht um Gesetze schert. Muss das nicht alarmieren?
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gilt - so hat es manchmal den Anschein - für alles und für jeden, nicht aber für legale Waffenbesitzer, obwohl diese ausweislich der einschlägigen Kriminalstatistiken seit Jahrzehnten zu den besonders gesetzestreuen Bürgern gehören - und damit wichtige Stützen unserer Gesellschaft sind (5).
Wie weit das Waffenrecht und die Intension des Grundgesetzes manchmal auseinandergehen, findet man z. B. bei:
Artikel 2, Absatz 1: Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
Welche Rechte anderer werden dadurch verletzt, dass ein Sportschütze Sportwaffen besitzt, gegen welche verfassungsmäßige Ordnung verstößt der Sammler, der Kulturgut bewahrt, welches Sittengesetz wird durch den Jäger ausgehebelt? Die vielen Regelungen wie z. B. Kaliber- oder Mengenbegrenzungen haben keine Steuerungs-, sondern nur Verhinderungsfunktion.
Artikel 5, Absatz 3: Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
Der Sammler von Waffen und Munition stellt Gegenstände für Wissenschaft und Forschung parat - die meisten waffenrechtlichen Bestimmungen sind jedoch der Freiheit von Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre diametral entgegengesetzt.
Artikel 13
Absatz 1: Die Wohnung ist unverletzlich.
Absatz 2: Durchsuchungen dürfen nur durch den Richter, bei Gefahr im Verzuge auch durch die in den Gesetzen vorgesehenen anderen Organe angeordnet und nur in der dort vorgeschriebenen Form durchgeführt werden.
Das gilt nicht aber für Bürger, die offensichtlich deswegen unter Generalverdacht stehen, weil sie legal und damit mit Wissen der Behörden Waffen besitzen, denn diese können jederzeit von der Behörde aufgesucht werden, während es bei Tatverdächtigen eines richterlichen Beschlusses bedarf.
Artikel 14, Absatz 1: Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet.
Erben von Schusswaffen dagegen werden zur Abgabe oder gar zur Vernichtung ihres Erbteiles gedrängt oder es werden ihnen "Abschließvorrichtungen" vorgeschrieben, die - außer dass sie Kosten aufwerfen - keinen Nutzwert besitzen.
Müsste man nicht sogleich fürchten, dass nach derselben Logik Artikel 5 des Grundgesetzes (hier: Absatz 1 Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.) aufgehoben wird, nur weil von allzu vielen allzu oft allzu sorglos mit der Freiheit umgegangen wird, welcher jener Artikel bietet?
Die Frage nach Motiven
Oftmals wird die Motivationslage legaler Waffenbesitzer hinterfragt - und meist mit negativen Werten belegt ("Mordgelüste", "Fetischismus", "Machtgefühle"). Welch ein Menschenbild besitzt derjenige, wenn er seriöse Mitbürger so abqualifiziert? Es muss daher auch erlaubt sein, einmal mögliche Motive der Befürworter schärferer Gesetze auf den Prüfstand zu stellen; schließlich kann man auch eine solche Argumentationskette diskutieren:
Polizeigewerkschaften - weniger legaler Waffenbesitz = mehr Straftaten = bessere Argumente bei der Stellenplanung?
Politische Parteien - weniger legaler Waffenbesitz = mehr Staatsverdrossenheit = Schwächung des bürgerlichen Lagers?
Presse - weniger legaler Waffenbesitz = mehr Straftaten = mehr Schlagzeilen?
Opferorganisationen - weniger legaler Waffenbesitz = mehr Straftaten = mehr Opfer = mehr Betätigungsfelder?
Nun darf man nicht sogleich jedem, der für eine Verschärfung des Waffengesetzes plädiert, unterstellen, er möchte die Ordnung in unserem Lande aushebeln. Einige der sich selber als "Waffengegner" bezeichnenden Personen gehören sicherlich zu denen, die selbstkritisch genug sind, ihre eigene psychophysische Eignung zum Waffenbesitz in Frage zu stellen. Fatal ist nur, dass sie diese - sicherlich durchaus korrekte - Selbsteinschätzung offensichtlich direkt und unmittelbar auch auf ihre Mitmenschen übertragen ("Wenn ich dazu schon nicht die Reife besitze, wie dann die anderen?"). Die Bezeichnung als "Waffengegner" belegt, dass die sich so selber Beschreibenden eine Personifizierung der "Waffe" vornehmen, um auf diesem Wege die Klarstellung zu vermeiden, dass sie im Grunde ihres Herzens Gegner der (legalen) Waffenbesitzer sind. Ein "Gegner" kann nämlich nie eine Sache sein, sondern ist immer nur ein anderer Mensch.
Bemerkenswert ist zudem, dass Befürworter schärferer Waffengesetze regelmäßig aus einem politischen Lager kommen, von dem zumindest einige Vertreter freiheitlich-demokratischen Prinzipien bzw. bürgerlichen Wertvorstellungen distanziert-amüsiert bis ablehnend gegenüberstehen.
Und schlussendlich darf man auch einen Neidfaktor nicht unterschätzen (wie ihn bereits Kurt Tucholsky in seinem Aufsatz "Der Mensch" beschreibt: "Der Mensch gönnt seiner Gattung nichts, daher hat er die Gesetze erfunden. Er darf nicht, also sollen die anderen auch nicht."), der seine Triebkraft aus der Privilegierung der legal waffenbesitzenden Bundesbürger zieht: "Warum darf die/der, wenn ich das nicht darf?"
Unsere Gesellschaft akzeptiert als Preis für eine nahezu grenzenlose Mobilität (mit fallender Tendenz) ca. 4.000 Verkehrsopfer pro Jahr. Wie viele Todesopfer kann die demokratische Gesellschaft tolerieren, die dadurch zustande kommen, dass Regeln nicht beachtet werden, die das Zusammenleben möglich machen - vor allem, wenn daraufhin ergriffenen Maßnahmen ein noch Mehr an Todesopfern fordern?
Fazit
Die Geschichte zeigt, dass jegliche Entwaffnung eines Volkes resp. einer Gesellschaft mit einem Anstieg an Gewaltkriminalität einherging - vice versa (4). Muss man einen solchen Menschenversuch wirklich wiederholen, um diesen Automatismus ein weiteres Mal bestätigt zu bekommen?
Die Rufer nach neuerlichen Verschärfungen sollten daher besser einmal innehalten und überlegen, was eigentlich die Gesetzesorgien der vergangenen fast 4 Jahrzehnte gebracht resp. welchen Schaden sie angerichtet haben, statt inspirationslos nach weiteren Restriktionen zu verlangen.
Zudem stünde es gerade in Zeiten wie nach "Winnenden" unserem Staat und seinen Organen besser zu Gesicht, sich schützend vor seine Stützen - hier die legalen Waffenbesitzer - zu stellen und sie gegenüber den Anfeindungen jener nicht allein zu lassen, die eine Vielzahl seriöser Bürger für die Wahnsinnstat eines Einzelnen büßen lassen wollen.
(1) Crime Report 2009 des Britischen Innenministeriums
(2) Prof. Dr. Dietmar Heubrock, Institut für Rechtspsychologie der Universität Bremen, Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Bundesregierung "Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften 02.02.2008"
(3) Gregor Wensing, Droht ein Bürgerkrieg in Deutschland? CALIBER 3/1993
(4) Dr.jur.Hans Scholzen und Gregor Wensing, Wem nutzt eigentlich ein restriktives Waffengesetz? Deutsches Waffen-Journal 3/ 1997 und Magazin für die Polizei 1-2/97 und 3/97
(5) Jahresstatistik Waffen/Sprengstoff
(6) Gregor A. Rutz, Bürgerrechte und Bürgerpflichten, in: Schweizerzeit 14.12.2007
(7) Prof. John R. Lott jun., University of Chicago, School of Laws, "More Guns, Less Crime", 2000
(8) Dr. Georg Zakrajsek, Amokläufe immer wieder, in IWÖ-Nachrichten 1/09
(9) Deutsches Forum für Kriminalprävention und Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung, Sackgasse Gewalt?
Erziehung, Prävention, Auswege, Lösungen, 4. Juli 2002, "Haus der Geschichte", Bonn

Gregor Wensing
Kulturreferent des *Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V.*
Chorbuschstraße 41
50765 Köln


14.03.2009
Preußenausstellung 2009 in Pulheim am 14. und 15. März 2009
Vorwort bzw. Rede bei Eröffnung:
diese Ausstellung wurde mit 7monatiger Vorbereitungszeit im Wesentlichen von Frauen und Männern organisiert, die man gemeinhin gern als "Waffennarren" bezeichnet.
Vielleicht muss man ja schon wirklich ein "Narr" sein, wenn man sich um die Bewahrung unseres kulturellen Erbes bemüht in einer Zeit, in welcher Oberflächlichkeit zum Standard geworden ist, Ruhelosigkeit die Regel darstellt, Wertvorstellungen dahingebröckelt sind und nur wenige Menschen Verantwortung für die Zukunft übernehmen.
Und muss man nicht erst Recht ein "Narr" sein, wenn man sich - zudem noch misstrauisch oder gar argwöhnisch beäugt von der Obrigkeit und einem gewissen Teil der Presse - dennoch für den Erhalt dieses kulturellen Erbes einsetzt?
Ich möchte mit dieser Ansprache Ihr Bewusstsein dafür schärfen, dass es Ausstellungen dieser Art in - sagen wir - 10 Jahren mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht mehr geben wird. Es fehlt einfach an Nachwuchs, der in unsere Fußstapfen tritt und unser ideelles Erbe übernimmt. Schon jetzt müssen historische Waffen regelmäßig ins Ausland verkauft werden, weil die dort geltenden gesetzlichen Regelungen kulturfreundlicher sind als bei uns - damit aber verlassen sie unser Land. In jeder unserer Sammlungen ruhen Gegenstände von hohem materiellen und ideellen Wert, deren Pflege uns von älteren Sammlern wiederum übertragen wurde, eine Verantwortung, derer wir uns durchaus bewusst sind. So ging es über Generationen - die hier ausgestellten Gegenstände sind ausweislich ihres Alters Kronzeugen dafür. Aber wie lange noch?
Wir - die älteren Sammler - kommen in die Jahre und möchten unsere Waffen- und Munitionssammlungen irgendwann gern in jüngere Hände geben, als Glieder einer langen Kette von Sammlergenerationen. Wie aber soll sich ein historisch interessierter Jugendlicher an diese Arbeit machen, wenn ihm schier unüberwindliche Hürden in den Weg gestellt werden?
Nun mag sich Mancher unter Ihnen sich fragen: "Liest der keine Zeitung, hört der kein Radio: weiß der nicht, was am vergangenen Mittwoch geschehen ist?"
Doch, er weiß es... und ich bin sicher, für meine Sammlerfreunde zu sprechen wenn ich sage, dass dieser neuerliche Amoklauf uns zutiefst betroffen macht, weil wieder unvorstellbares Leid angerichtet worden ist. Wie zerrissen ist eine Persönlichkeit, die solches zustande bringt?
Wir hier werden die Ursachen für diese Tat nicht klären können - aber wir hier werden erneut die Folgen zu spüren bekommen, denn irgendwelche Schlauköpfe haben schon wieder die Forderung nach einer weiteren Verschärfung des Waffengesetzes erhoben, wohl gutgläubig darauf vertrauend, dass Gesetze psychische Defekte heilen, Verordnungen ein desolates Weltbild richten können, Vorschriften aufgegebene Wertvorstellungen zurückholen und Gebührenordnungen das Fehlen eines behütenden Elternhauses auszugleichen imstande sind.
Wie würde sich ein Oldtimerbesitzer oder gar der Betreiber eines Automobilmuseums fühlen, wenn er dafür zur Rechenschaft gezogen wird, dass wieder ein unverantwortlicher Raser in einer geschwindigkeitsberuhigten Zone ein Kind totgefahren hat?
Wie würde man jemanden betrachten, der es als Schlag gegen den illegalen Drogenhandel feiert, wenn Ärzten die Verabreichung von Opiaten an Schmerzpatienten untersagt würde? Beim Waffengesetz und seiner Durchführung sind derlei abstruse Gedankengänge leider mittlerweile Basis fast allen Denkens und Handelns.
Sie hören hier sicherlich meine... unsere... Verbitterung darüber heraus, dass es immer wir sind, die die Zeche bezahlen müssen, wenn psychisch Gestörte schreckliches Unheil angerichtet haben und Andere nicht akzeptieren, dass demokratische Rechte auch Pflichten bedeuten, mit denen man verantwortungsbewusst umzugehen hat.
So sind wir die einzige gesellschaftliche Gruppierung, die für ihr kulturelles Engagement noch Geld zur Kasse gebeten wird!
Dabei steht Eines doch fest:
"Der Sammler liefert das Material, wenn die Wissenschaft anfängt, ihre Fragen zu stellen" befand Volker Wieneke (Collectibles, in: AXA-Nordstern ART-Kunstreihe).
Die Wissenschaft muss sich mit ihren Fragen allerdings beeilen - oder sich ein paar Telefonnummern ausländischer Sammler vormerken, denn ein Teil des kulturellen Erbes unserer deutschen Nation wird wohl bald im Ausland bewahrt werden müssen.
Die "Geschichte" als Wissenschaft bedarf aber existenziell der gegenständlichen Verankerung - denn sonst bewegen wir uns lediglich im Reich der Mythen, Fabeln oder Legenden. Es bleibt sicherlich unwidersprochen, dass unsere Arbeit, diese Gegenstände zu bewahren, daher von wesentlicher Bedeutung für das gegenwärtige geschichtliche Bewusstsein wie auch das nachfolgender Generationen ist.
Nihil in intellectu, quod non ante in sensu (es ist nichts im Verstand, was man nicht vorher sinnlich wahrgenommen hat): diesen Grundsatz des "Sensualismus" sollte man beherzigen, besagt er doch, dass man nur darüber nachdenken kann, was man zuvor gefühlt, gesehen, geschmeckt oder gerochen hat (wir bitten Sie heute jedoch, sich bei unseren Exponaten auf das "Sehen" als einzige sinnliche Wahrnehmung zu beschränken).
Und da wir gerade beim "Sehen" sind:
"Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart" (Richard von Weizsäcker, 1984 bis 1994 der sechste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland).
Wie sehr man anhand bestimmter Gegenstände historische Realitäten erfahren kann, ist exemplarisch an einer Waffe aufzuzeigen, welche Sie hier in der Ausstellung - selbstverständlich! - sehen können: mit dem Einsatz ihres Zündnadelgewehrs M/41 (sowie der späteren Weiterentwicklungen und Sondermodellen, die allesamt in der Ausstellung hier auf Sie warten) konnte die preußische Armee am 3. Juli 1866 bei Königgrätz den Sieg über die vereinigten Streitkräfte Österreichs und Sachsens erringen. Durch den Sieg in dieser kriegsentscheidenden Schlacht wurde Preußen Führungsmacht in Deutschland und Bismarck setzte damit die von ihm favorisierte kleindeutsche Lösung durch. Die Schlacht war einer der Wegbereiter für die Reichsgründung 1871. Das Zündnadelgewehr war als Hinterlader mit Einheitspatrone den Perkussions-Vorderladern der gegnerischen Streitkräfte technisch weit überlegen: Nicht allein war die höhere Schussfolge ein unermesslicher Vorteil, sondern mehr noch, dass der Schütze die Waffe in jeder Position nachladen und dabei in Deckung bleiben konnte. Man mag sich an dieser Stelle nur einmal ausmalen, wie die geschichtliche Entwicklung in Deutschland - ja, in ganz Europa - abgelaufen wäre, hätten damals Österreich und Sachsen den Sieg errungen. Österreich wäre vielleicht danach als erster Staat an seiner Vielvölkerei zerbrochen, Preußen wäre mit Sicherheit um die polnischen Teile verkleinert worden, Frankreich hätte sich ohne große Widerstände der anderen europäischen Staaten das linke Rheinufer einverleibt. Oder?
Ein Gewehr als Symbol einer Weggabelung in der deutschen Geschichte...
An dieser Stelle freue ich mich sehr, Ihnen den Ururenkel des Erfinders dieses Zündnadelgewehres, Herrn Ulrich von Dreyse, persönlich vorstellen zu dürfen.
Ein Wort gerade in diesem Zusammenhang, welches aktuell eine Bedeutung besitzt: Uns ist sehr wohl bewusst, dass mit unseren Sammelstücken Menschen verletzt oder gar getötet worden sind. Das aber ist Vergangenheit und diese lässt sich auch durch die Vernichtung unserer Sammlungsgegenstände nicht mehr revidieren. Viel ehrbarer als die Augen vor historischen Realitäten zu verschließen ist es jedoch, sich diesen zu stellen und sie anzuerkennen - um dann den Versuch zu unternehmen, aus ihnen zu lernen.
"Geschichte" und die daraus zu ziehenden Lehren bedürfen nämlich der gegenständlichen Verankerung.
Das Zauberwort, mit dem alle die Steine legitimiert werden sollen, die man uns Sammlern in den Weg legt, heißt "Innere Sicherheit", ein Gut, dessen Erhalt sicherlich in unser aller Interesse liegt. Aber muss die Verteidigung dieser "Inneren Sicherheit" unbedingt im kulturgeschichtlichen Bereich stattfinden?
In 10 Jahren wird es Ausstellungen dieser Art wahrscheinlich nicht mehr geben: ein wirklich schöner Erfolg einer durchdachten Sicherheitspolitik.
Unser Land NRW betrachtet die regelmäßige Vernichtung von alten Waffen - auch solche, wie sie hier ausgestellt werden - als !bewährte Maßnahme". "Bewährt" - wofür?
Nun wird nach der ganz aktuellen Katastrophe - dem Einsturz des Historischen Archives der Stadt Köln - allenthalben beklagt, dass das "historische Gedächtnis" unter Schutt begraben liege. Dieses und vorangegangene Ereignisse der jüngsten Vergangenheit wie der Brand in der Anna-Amalia-Bibliothek, das Hochwasser in Dresden und der Brand im Eisenbahnmuseum Nürnberg sollten eigentlich jedem begreiflich gemacht haben, dass das "historische Gedächtnis" immer gefährdet ist und man es deswegen nicht mutwillig der Abwanderung oder gar der Vernichtung preisgeben darf. Eigentlich...
Wer also ist denn tatsächlich der größere "Narr" - derjenige, welcher sich engagiert an die Erforschung und Bewahrung von Gegenständen macht, die mehr als alle anderen unsere Geschichte repräsentieren oder derjenige, welcher dieses Tun mit aller Macht zu behindern trachtet?
"Ein Tor erkennt, was er in Händen hält, als trefflich erst, wenn es verloren ist" beschrieb Sophokles die Situation.
Wir zumindest wissen einzuschätzen, was wir in Händen halten.

Wir freuen uns auf anregende Gespräche im Anschluss und sind sehr dankbar für die gebotene Chance, uns als das darzustellen, was wir "Narren" tatsächlich sind: nämlich - Historiker.
Gregor Wensing
Kulturreferent des Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V.

Die Austellung hatte insgesamt wohl etwas über 500 Besucher!
... und die Aktion "Cents für Pänz" erhält mehr als 600 €uro Spenden!

Einige Bilder der Ausstellung:

Preußische Kopfbedeckungen im Wandel der Zeiten ... links ein Signalhorn, unten Epauletten eines Arztes

Ein Ulan

Ein Blick in die "Polizeivitrine"

Feuerwehrmann der "Rheinprovinz", davor Helme und ganz links eine frühe Rauchschutzmaske

Abteilung Schule

In der Vitrine preußische Ordonnanzwaffen 1811 - 1917, dahinter die Militärlangwaffen von 1793 - 1918 ... und viiiiiiiiiele Besucher.

Abteilung Kirche und - links - Dombau

vorne Alltagsgegenstände hinten die preußischen Blankwaffen

... etwas Eigenlob ... die Damen waren aber auch sehr interessiert an der Polizeigeschichte ...

Ein Blick vom Podest aus

dito


ein preußischer Sergeant (eines Traditionsverbandes in original nachgeschneiderter Uniform)


05.09.2008
Am Freitag, den 15. August 2008 ist der nachfolgende Artikel in der Pegnitz-Zeitung Lauf (bei Nürnberg) erschienen.
An dieser Stelle dürfen wir Herrn Werner SÜNKEL, Leiter des Wehrtechnikmuseum Röthenbach/Pegnitz zitieren, der folgendes Fazit aus dem Besuch und dem Gespräch zog: "Auch diesmal gab der Verlauf der Unterredung mit MdB Wolff Hoffnung auf weitere fruchtbare Gespräche insbesondere nach den kommenden Wahlen und das vor allem, wenn neue Mehrheitsverhältnisse liberalere Lösungen waffengesetzlicher Probleme erwarten lassen."
Es scheint so, als wäre die FDP die einzige Partei, die sich um die Belange der Sammler und privater Museen kümmert...


01.09.2005
Am Samstag, den 27.August 2005 besuchte der Innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Max Stadler, das *Museum für Historische Wehrtechnik* in Röthenbach an der Pegnitz zu einem Gedankenaustausch mit Vertretern der Sammler- und Museumsszene. Seine Gesprächspartner waren Werner Sünkel und Eduard Stamm (Museum für Historische Wehrtechnik e.V.,90552 Röthenbach), Norbert-Markus Wigand (Studienkreis Wehrtechnische Sammlung e.V., 85229 Markt Indersdorf), Rudi Keim (Patronensammlervereinigung e.V.) und Gregor Wensing (Kuratorium zur Förderung Historischer Waffensammlungen e.V.).


Schon in der Vergangenheit hat sich die FDP für die Belange der legalen Waffenbesitzer eingesetzt; Herr Dr. Stadler wurde folgerichtig für sein Engagement vom DWJ mit dem "FLINT 2004" ausgezeichnet.

In dem Gespräch konnten die Historiker vermitteln, dass es neben den Schützen und Jägern mit den Sammlern bzw. den Betreibern von Privatmuseen eine dritte Gruppe legaler Waffenbesitzer gibt, welche von Politik und Öffentlichkeit oft übersehen wird. Der Verlauf der Unterredung gibt Hoffnung für weitere fruchtbare Gespräche insbesondere nach der Bundestagswahl, vor allem, wenn neue Mehrheitsverhältnisse liberalere Lösungen waffengesetzlicher Probleme erwarten lassen.

 
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